Egal ob Mus­kel­fa­ser­riss am Unter­arm oder Außen­band­riss am Sprung­ge­lenk, Leis­tungs­port­le­rin­nen und ‑sport­ler wer­den frü­her oder spä­ter mit klei­nen oder gro­ßen Sport­ver­let­zun­gen kon­fron­tiert. Mal dau­ert es nur eine Woche und du kannst viel­leicht sogar wei­ter trai­nie­ren. Mal ist es aber auch eine grö­ße­re Sache und du kannst dich noch nicht­mal rich­tig bewe­gen und erst recht nicht trai­nie­ren. Das auch noch über meh­re­re Wochen.

Stell dir die­se Situa­ti­on ein­mal vor. Hast du sie viel­leicht schon ein­mal erlebt? Hast du selbst bereits eine Sport­ver­let­zung gehabt oder hast eine? 

Die gro­ße Fra­ge ist “Was hilft bei Sportverletzungen?”

Um es kurz zu machen: Es gibt auch men­ta­le Metho­den, eine Sport­ver­let­zung zu behan­deln. Der Gold­stan­dard in der Behand­lung von Sport­ver­let­zun­gen ist das Men­ta­le Techniktraining.

Was wür­dest du sagen, wenn ich dir erzäh­le, dass du wäh­rend dei­ner Ver­let­zungpau­se dei­ne Tech­nik trai­nie­ren kannst? Ich lege noch einen drauf: Dei­ne Tech­nik wird sich stär­ker ver­bes­sern als im regu­lä­ren Trai­ning. Das klingt unglaub­lich und fast unglaub­wür­dig, oder? Die For­scher Marc Lejeu­ne, Chris­ti­an Decker und Xavier San­chez haben 1994 eine Stu­die mit Sport­lern gemacht, bei der sie eine Leis­tungs­stei­ge­rung von 200% nach einer Woche durch men­ta­les Tech­nik­trai­ning im Ver­gleich zu 30% bei regu­lä­ren Trai­ning fest­ge­stellt haben.

Sicher, das lässt sich nicht ver­all­ge­mei­nern, aber im Durch­nitt kannst du mit einer Leis­tungs­stei­ge­rung von 15% durch rei­nes men­ta­les Tech­nik­trai­ning rech­nen. Ich wür­de sagen, das ist eine echt gute Behand­lung von Sportverletzungen.

War­um funk­tio­niert das?

Bereits 1852 ent­deck­te Wil­liam Ben­ja­min Car­pen­ter den Zusam­men­hang zwi­schen der Vor­stel­lung einer Bewe­gung und der zuge­hö­ri­gen Mus­kel­kon­trak­ti­on, den nach ihm benann­ten Car­pen­ter-Effekt. Jede Vor­stel­lung einer Bewe­gung löst eine ent­spre­chen­de Reak­ti­on in unse­rem Motor­cor­tex aus und sti­mu­liert damit einen zuge­hö­ri­gen Ner­ven­im­puls an unse­re Mus­keln. Die Ner­ven­bah­nen wer­den gefes­tigt und die Bewe­gung ein­ge­schlif­fen. Und das ohne, dass wir die kom­plet­te Bewe­gung aus­füh­ren müssen.

Hin­zu kommt, dass unser Gehirn Bewe­gun­gen hier­ar­chisch abspei­chert. Je struk­tier­ter und aus­ge­präg­ter die Hier­ar­chie, des­to bes­ser sitzt die Tech­nik. Durch das Men­ta­le Tech­nik­trai­ning fin­det eine Struk­tur­bil­dung im Bewe­gungs­ge­dächt­nis statt, wodurch die Tech­nik bes­ser gelernt wer­den kann als beim regu­lä­ren Training.

Wie läuft der men­ta­le Auf­bau nach Sport­ver­let­zun­gen ab?

Du bist im Leis­tungs­sport aktiv und möch­test die Trai­nings­pau­se auf­grund dei­ner Sport­ver­let­zung effi­zi­ent nut­zen. Das ist eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, denn men­ta­les Tech­nik­trai­ning ist ein Ritt durch die Höl­le. Die Gefahr ist, wenn du mit­ten­drin abbrichst, bleibst du in der Höl­le ste­cken. Es ist also nur geeig­net für Sport­le­rin­nen und Sport­ler, die eine wirk­li­che Ver­bes­se­rung errei­chen wol­len, wirk­lich ambi­tio­niert sind (z.B. in den nächs­ten Kader kom­men wol­len) und kei­ne Aus­re­den zulassen.

Wenn du die­se Kri­te­ri­en erfüllst, dann kannst du dich auf ein ca. 3‑monatiges men­ta­les Trai­nings­pro­gramm ein­stel­len, an des­sen Ende eine mas­si­ve Ver­bes­se­rung dei­ner Tech­nik steht. Allein das gibt Sport­le­rin­nen und Sport­lern ein Selbst­ver­trau­en, das sie bis­her noch nicht kann­ten. Stell dir vor, du musst dir über dei­ne Tech­nik kei­ne Gedan­ken mehr machen. Sie funk­tio­niert ein­fach. Jeder Start läuft von allei­ne. Bei jeder Ball­an­nah­me klebt der Ball am Fuß. Jeder Sprung ist maxi­mal kraft­voll und schnell. Und das nach­dem du aus einer Ver­let­zungs­pau­se zurückkommst.

Du wirst dei­ne Tech­nik bis ins letz­te Detail aus­ein­an­der­neh­men und auf noch nie gekann­te Art und Wei­se betrach­ten. Du wirst unter ver­schie­dens­ten Stör­fak­to­ren dei­ne Tech­nik men­tal aus­wen­dig ler­nen und abru­fen kön­nen. Dei­ne Tech­nik wird im Wett­kampf sta­bil zur Ver­fü­gung ste­hen. Sie wird zum Fun­da­ment dei­ner per­sön­li­chen Bestleistung.

Am Ende steht das regel­mä­ßi­ge Visua­li­sie­ren. Du machst dabei genau das glei­che wie im Trai­ning. Nur eben men­tal vor dei­nem geis­ti­gen Auge. Es gibt Sport­le­rin­nen, die von Mus­kel­ka­ter nach dem men­ta­len Tech­nik­trai­ning berich­tet haben. Das heißt, du trai­nierst damit auch bis­her unge­nutz­te Muskelgruppen.

Ist das wirk­lich etwas für mich?

Wenn du ger­ne mehr Infor­ma­tio­nen haben möch­test, dann kon­tak­tie­re mich ein­fach. Ich wer­de dir alle Fra­gen beantworten.